Kategorie: Behandlung,In-Vitro-Fertilisation,Während der Behandlung

Wie läuft das Einfrieren (Kyrokonservierung) von Embryonen ab?

Bei In-vitro-Fertilisationszyklen ist es manchmal notwendig, die übriggebliebenen Embryonen des Paares, die für zukünftige Versuche aufbewahrt werden sollen, einzufrieren.

Die Embryonen müssen sehr spezifische Anforderungen erfüllen, um eingefroren werden zu können, da das Einfrieren und Auftauen sehr belastend für sie sein können.
Dieser Vorgang vermindert die Qualität der kryokonservierten Embryonen nicht. Eine Vitrifizierung erhöht die Anzahl der lebensfähigen Embryonen im Vergleich zu frisch transferierten Embryonen exponentiell, da dieses Verfahren schonender für die Embryonen ist als früher eingesetzte langsame Einfrierungmethoden. Dies ermöglicht sehr hohe überlebens- sowie Schwangerschaftsraten.

Patientinnen, mit vitrifizierten Embryonen, werden alle zwei Jahre kontaktiert, um bestätigen zu können, dass sie die eingefrorenen Embryonen für einen eventuellen weiteren Versuch aufbewahren möchten. Die Embryonen gehören Ihnen und Aufgabe der Klinik ist es, sie sicher zu verwahren.

Wir können die Embryonen größtenteils im Rahmen der Zyklen „frisch“ einfrieren.
Die übrigen Embryonen verbleiben in einem Kulturmedium, Biologen verfolgen ihre Entwicklung und entscheiden anschlieβend, ob sie für eine Kryokonservierung geeignet sind.

Die Kriterien für die Kryokonservierung stimmen nicht mit den Kriterien überein, die zur Beurteilung bei der Übertragung von „frischen“ Embryonen herangezogen werden: Es müssen sehr spezifische Anforderungen erfüllt werden, weil das Einfrieren und Auftauen für die Embryonen aggressive Prozesse darstellen.
Wenn wir alle übrig bleibenden Embryonen einfrieren würden, wäre der Anteil der Embryonen, die nach dem Auftauen für einespätere Übertragung verworfen würden, sehr hoch. Aus diesem Grunde können wir nicht alle Embryonen einfrieren, die nach der Übertragung im Labor übrig bleiben. Trotz dieser Anforderungen, muss in ca. Ungefähr 8% der Fälle der Kryotransfer nach dem Auftauen und der Phase der Wiederanpassung im Kulturmedium verworfen werden

Die Embryonen entwickeln sich im Labor weniger gut als in der Gebärmutter der Mutter. Es besteht keine logische Verbindung zwischen dem Einfrieren von Embryonen und dazu, ob sich nach der Übertragung von frischen Embryonen eine Schwangerschaft einstellt oder nicht. Also spricht nichts dagegen, einen Teil Ihrer übrig bleibenden Embryonen einzufrieren, da kein Zusammenhang zum Eintritt einer Schwangerschaft – erfolgreich oder nicht – besteht.

Die von der Klinik für die Durchführung eines Verfahrens der Assistierten Reproduktion festgelegte Altersgrenze liegt bei 50 Jahren. Wir werden Sie regelmäßig (alle 2 Jahre) fragen, ob Sie Ihre Embryonen weiterhin für einen neuen Versuch aufbewahren möchten. Dies verpflichtet Sie zu nichts: Die Embryonen bleiben in der Klinik und gehören Ihnen. Die Dauer der Kryokonservierung vermindert die Qualität der eingefrorenen Embryonen nicht.

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