Transfer von Embryonen im Blastozystenstadium

Der Transfer von Embryonen im Blastozystenstadium

Bei einer In-vitro-Fertilisation empfiehlt Ihnen Ihr Arzt den Tag für den Transfer, an dem die besten Voraussetzungen für eine Schwangerschaft vorliegen

Der Transfer von Embryonen im Blastozystenstadium


Die Kultivierung von Embryonen

In einem In-vitro-Fertilisations-Zyklus wird die Eizelle im Labor mit Samenzellen befruchtet. Mit der Befruchtung beginnt die Entwicklung des Embryos, der sich später zum Baby weiterentwickelt.

Dieser Embryo bleibt zwischen 2 und 6 Tagen im Labor und wird zu einem Mehrzeller, der in die Gebärmutter der zukünftigen Mutter eingesetzt werden kann.

Was ist eine Blastozyste?

Die Blastozyste ist das Embryonalstadium nach 5 oder 6 Tagen Entwicklung im sogenannten Zellteilungsprozess. Unter natürlichen Bedingungen ist der Embryo genau in dieser Phase bereit, sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten.

Trotz größter Anstrengungen, Bedingungen zu schaffen, die denen des menschlichen Körpers gleichen, erreichen nicht alle Embryonen im Labor diese Phase. Je nach der Qualität der Eizellen und der Samenzellen sowie sonstigen Faktoren entwickeln sich nur einige Blastozysten.

In welchen Fällen ist ein Blastozystentransfer empfehlenswert?

Der Zeitpunkt des Transfers eines Embryos in die Gebärmutter der zukünftigen Mutter ist bei jeder Patientin anders und sollte von Ihrem Arzt in Zusammenarbeit mit dem Embryologen bestimmt werden, die je nach Situation eine Empfehlung zum Blastozystentransfer aussprechen. Ihr Arzt und Ihr Embryologe schlagen Ihnen den Zyklus vor, der in Anbetracht Ihrer Ergebnisse am Günstigsten für Sie ist. Unser vorderstes Ziel besteht darin, die besten Chancen für eine Schwangerschaft zu nutzen.

Welche Vorteile hat ein Blastozystentransfer?

Im Stadium der Blastozyste ist der Embryo so weit entwickelt, dass er in die Gebärmutterschleimhaut eingesetzt werden kann. Aus diesem Grund liegen dann gute Chancen für eine Schwangerschaft durch Transfer vor. Darin besteht der Hauptvorteil des Blastozystentransfers.

Die in-Vitro-Fertilisation mit Spendereizellen, konkret der Transfer eines einzigen Embryos im Blastozystenstadium entspricht dem Transfer von 2 Embryonen am Tag 3.

Somit erfolgt der Transfer des Embryos bei IVF- Behandlung mit eigenen Eizellen oder Spendereizellen, sofern möglich, im Blastozystenstadium.

Zwillingsschwangerschaften

Wir verstehen den Wunsch einer Zwillingsschwangerschaft. Aus medizinischer Sicht ist eine Zwillingsschwangerschaft jedoch nicht optimal. Unser Ziel ist eine Schwangerschaft mit möglichst geringem Komplikationsrisiko, weshalb wir jede Patientin individuell beraten.

Beim Transfer von Embryonen im Blastozystenstadium ist die Möglichkeit einer Zwillingsschwangerschaft deutlich geringer, da wir mit nur einer Blastozyste ungefähr die gleiche Schwangerschaftsrate erzielen, wie mit zwei Embryonen am Tag 3, wodurch das Risiko der Zwillingsschwangerschaft auf ein Minimum reduziert wird. Wir erzielen so die gleiche Schwangerschaftsrate pro Transfer, jedoch mit einem wesentlich reduzierten medizinischen Risikopotential.

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