pregnant woman touching her belly and lower back

Risikoschwangerschaft im fortgeschrittenen Alter: Tipps, wenn Sie nach dem 40. Lebensjahr Mutter werden

Veröffentlicht: 26 Oktober 2022|Aktualisiert: 26 Oktober 2022|Über assistierte Reproduktion.|

Unser heutiger Lebensrhythmus verleitet Frauen dazu, ihre Mutterschaft aus beruflichen, akademischen, finanziellen oder persönlichen Gründen aufzuschieben. Vielleicht haben auch Sie abgewartet, bis Sie beruflich etwas besser Tritt gefasst haben oder finanziell und persönlich ein wenig besser dastehen. Oder vielleicht waren Sie vorher noch nicht bereit, Mutter zu werden.

Was auch immer der Grund sein mag, eine Mutterschaft ab 40 ist in unserer Gesellschaft immer häufiger anzutreffen. Aus diesem Grund fragen sich viele Frauen, die Mutter werden wollen, ab welchem Alter man von einer altersbedingten Risikoschwangerschaft spricht und was darunter zu verstehen ist. Unter dem Begriff ältere Mutter versteht man Frauen, die ab einem Alter von 35 Jahren ein Kind bekommen. Eine ältere Mutter hat ein erhöhtes Risiko, schwangerschaftsbedingte Krankheiten zu erleiden.

Im Folgenden finden Sie alle nötigen Informationen zum Thema. Seit 1999 hilft Eugin Frauen wie Ihnen, ihren Traum von der Gründung einer Familie zu verwirklichen. Wir bieten Ihnen die auf Ihre persönliche Situation zugeschnittene medizinische Behandlung und emotionale Unterstützung.

Ab welchem Alter spricht man von einer Risikoschwangerschaft?

Bei Frauen unter 35 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt bei 15 %, während dieses Risiko bei Frauen zwischen 35 und 45 Jahren bei 20%-35% liegt. Ab dem 45. Lebensjahr steigt das Risiko auf bis zu 50 %. Daher spricht man bei der Schwangerschaft einer Frau, die das 35. Lebensjahr überschritten hat, von einer Risikoschwangerschaft.

Dank der enormen Entwicklung der assistierten Reproduktionstechniken sind Mutterschaften im fortgeschrittenen Alter immer häufiger zu beobachten, und der Verlauf dieser Schwangerschaften ist viel kontrollierbarer und sicherer geworden. Um die damit verbundenen Risiken zu vermeiden, sollten Sie sich aber unbedingt von einem Spezialisten beraten und helfen lassen. Wir von Eugin empfehlen Ihnen daher ein Gespräch mit unseren Fachleuten, um die für Ihren Fall am besten geeignete Option auszuloten.

Was sind die Risiken einer Schwangerschaft ab 40 Jahren?

Das erste Handicap nach dem 40. Lebensjahr ist die Tatsache, dass Sie immer weniger Chancen haben, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Die ovarielle Reserve einer Frau ab 40 hat abgenommen, und obwohl eine völlig normale Schwangerschaft und Entbindung auch in diesem Alter noch möglich sind, ist die Fruchtbarkeit der Frau nicht mehr die Gleiche wie vorher. Auch das Alter des Mannes spielt eine Rolle, denn mit zunehmendem Alter nimmt die Menge und Qualität seiner Spermien ab.

Daneben bestehen ab dem 40. Lebensjahr mehrere Gesundheitsrisiken wie etwa Bluthochdruck. Ein schwangerschaftsbedingtes Risiko ist eine Komplikation namens Präeklampsie. Auch besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, während der Schwangerschaft an Diabetes zu erkranken.

Das Risiko einer Fehlgeburt in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten aufgrund von Chromosomenstörungen ist bei älteren Frauen höher. Des Weiteren steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Chromosomenanomalien wie das Down-Syndrom auftreten, weil die Qualität der Eizellen und Spermien im Lauf der Jahre abnimmt. Schließlich sind Frühgeburten und untergewichtige Neugeborene bei Frauen ab 40 häufiger anzutreffen.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was bei einer Risikoschwangerschaft im fortgeschrittenen Alter passieren kann. Aber das bedeutet nicht, dass es auch passieren muss. Auf jeden Fall sollten Sie, wenn Sie schwanger werden wollen, gesund bleiben und einen gesunden Lebenswandel befolgen – ganz egal, wie alt Sie sind. Und Sie sollten sich während der gesamten Schwangerschaft von Ihrem Gynäkologen beraten lassen.

Typen von Risikoschwangerschaften, und wie Sie sich auf eine Schwangerschaft im fortgeschrittenen Alter vorbereiten können

Wir sprechen von einer Risikoschwangerschaft, wenn mehrere Faktoren vorliegen, die zu einem negativen Ergebnis führen können. Eine Risikoschwangerschaft wird durch die folgenden Faktoren bedingt:

  • Alter der Mutter von über 40 Jahren (vor allem, wenn es sich um die erste Schwangerschaft handelt).
  • Schwieriger Verlauf einer vorherigen Schwangerschaft (Totgeburt, Frühgeburt).
  • Krankheiten der Mutter: Defekte in der Struktur der Fortpflanzungsorgane, Diabetes, Bluthochdruck, etc.
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Spottings oder Blutungen
  • Entwicklungsstörungen des Babys
  • Unfälle

Wenn Sie schwanger werden wollen und aufgrund Ihres Alters eine Risikoschwangerschaft haben werden, versuchen Sie, so gesund wie möglich zu leben. Sie sollten unbedingt auf Rauchen und Alkoholgenuss verzichten und sich gesund ernähren. In den Kliniken der Eugin-Gruppe helfen Ihnen unsere Spezialisten, Ihre Ernährung und Ihre Lebensweise den Umständen anzupassen und geben Ihnen Hinweise für eine erfolgreiche Schwangerschaft.

Wenn Sie eine Risikoschwangerschaft haben, wird Ihnen Ihr Arzt raten, sich zu schonen, körperliche Anstrengung zu meiden und eine Reihe von verschriebenen Medikamenten einzunehmen. Sie sollten sich außerdem in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen.

Kann ich mich aufgrund einer altersbedingten Risikoschwangerschaft krankschreiben lassen?

Eine Krankschreibung hängt von jeder einzelnen Frau und dem Risikograd ihrer Schwangerschaft ab. Die Spanische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat eine Tabelle für private Krankenversicherer erstellt, die ihnen als Leitfaden dienen kann. Diese Tabelle, die so genannte SEGO-Tabelle, sieht eine Krankschreibung ab dem Tag vor, an dem ein offensichtliches Risiko für die Schwangerschaft besteht oder die Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft wird. Wenn dies nicht der Fall ist, hängt eine Krankschreibung davon ab, wie Sie sich in den verbleibenden Wochen fühlen (und was Sie ohne Risiko für sich und Ihr Baby tun können).

Nach Stellung Ihres Antrags auf Freistellung haben Sie nach der spanischen Gesetzgebung (Königliches Dekret 286/2003) Anspruch auf eine Antwort innerhalb von 30 Tagen. Normalerweise antworten die privaten Krankenversicherer aber weitaus früher.

Was sind die risikoreichsten Wochen der Schwangerschaft?

Bis zur 12. Schwangerschaftswoche ist das Risiko einer Fehlgeburt höher als während der restlichen Schwangerschaft; das gilt sowohl für Schwangerschaften älterer Frauen als auch allgemein. Wie bereits erwähnt gibt es Faktoren wie hormonelle Störungen, genetische Defekte des Embryos oder Immundefekte, die ein erhöhtes Risiko für die Schwangerschaft bedeuten. Manchmal kommt es aber auch aus unbekannten Gründen zu einem vorzeitigen Ende der Schwangerschaft.

Somit ist das Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels der Zeitpunkt, an dem das Risiko einer Fehlgeburt in der Regel abnimmt und eine ruhigere Phase für die werdende Mutter beginnt. Dennoch wird empfohlen, weiterhin einen gesunden Lebenswandel zu pflegen.

Bei Eugin können wir bestimmte Gentests durchführen, um zu verhindern, dass vererbbare genetische Veränderungen an unsere Nachkommen weitergegeben werden. Mithilfe des genetischen Carrier-Screenings können wir vor Beginn einer Behandlung feststellen, ob die künftigen Eltern oder Spender (sofern erforderlich) rezessive Erbkrankheiten in ihrer DNA tragen. Diese Krankheiten werden nie an ihren Trägern auftreten, aber sie können auf die Nachkommen übertragen werden, wenn die andere Person, mit der die Behandlung durchgeführt wird, Trägerin derselben Krankheit ist.

Was sollten Sie bei einer Risikoschwangerschaft nicht tun?

Der Begriff „Risikoschwangerschaft“ ist zwar besorgniserregend, aber oft haben Frauen mit altersbedingten Risikoschwangerschaften keine Probleme, und ihre Schwangerschaften verlaufen normal. Im Folgenden noch einige Tipps, damit Sie am Ende Ihrer Schwangerschaft ein gesundes Baby in den Armen halten können.

Wie bereits erwähnt, sind ein normales Gewicht, eine gesunde Ernährung (Obst, Gemüse, Getreide, Meidung von Fertigprodukten, gezuckerten Lebensmitteln und übermäßigem Salzkonsum) und der Verzicht auf das Rauchen grundlegende Gewohnheiten. Außerdem wird empfohlen, Stress abzubauen und ausreichend zu schlafen, denn 7 bis 9 Stunden ungestörter Schlaf pro Nacht unterstützen die Abwehrkräfte. Eine moderate körperliche Betätigung dehnt außerdem die Muskeln, stärkt den Körper, lindert häufige Schmerzen und reduziert das Körpergewicht.

Keine Frau hört gern, dass ihre Schwangerschaft aufgrund ihres Alters riskant ist, aber zum Glück erfüllen sich viele „ältere Mütter“ ihren Traum von einer Schwangerschaft ohne Probleme. Das erleben wir jeden Tag in unserer Klinik. Halle Berry und Nicole Kidman bekamen eine Tochter mit 41 Jahren, und Susan Sarandon wurde sogar mit 45 Jahren Mutter. Was früher unter Prominenten gang und gäbe war, ist in der übrigen Gesellschaft längst auch normal geworden.

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