Ektopische schwangerschaft

Was ist eine ektopische Schwangerschaft?

Veröffentlicht: 10 April 2023|Aktualisiert: 10 April 2023|Über assistierte Reproduktion.|

Eine ektopische Schwangerschaft liegt vor, wenn sich eine befruchtete Eizelle an einer anderen Stelle des Körpers als in der Gebärmutterschleimhaut einnistet; daher wird eine solche Schwangerschaft auch extrauterine Schwangerschaft genannt. In diesem Fall erfolgt die Einnistung in der Regel im Eileiter, seltener auch im Eierstock, im Gebärmutterhals oder in der Bauchhöhle.
Normale Schwangerschaften entwickeln sich in der Gebärmutter, nachdem eine befruchtete Eizelle durch den Eileiter gewandert ist und sich an der Gebärmutterschleimhaut festgesetzt hat. Eine ektopische Schwangerschaft muss abgebrochen werden. Deshalb nachfolgend ein Überblick über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten sowie die verschiedenen Symptome und Möglichkeiten zur Erkennung einer extrauterinen Schwangerschaft.

Typen von ektopischen Schwangerschaften

Bei extrauterinen Schwangerschaften wird zwischen Eileiterschwangerschaften und nicht-tubalen ektopischen Schwangerschaften unterschieden. Bei Eileiterschwangerschaften handelt es sich um Schwangerschaften, die im Eileiter auftreten, während nicht-tubale Schwangerschaften an anderen Stellen des Körpers auftreten und weniger häufig sind. Schließlich stellt die heterotope Schwangerschaft in unserer Klassifizierung eine Besonderheit dar.

Eileiterschwangerschaften

In 98 % der Fälle tritt eine ektopische Schwangerschaft im Eileiter auf. Dieser verbindet die Eierstöcke mit der Gebärmutter und ist in vier Bereiche unterteilt: Uterus, Isthmus, Ampulle und Infundibulum.

Eine Eileiterschwangerschaft erhält verschiedene Bezeichnungen, je nachdem, wo sich die befruchtete Eizelle einnistet.

  • Ampulläre Eileiterschwangerschaft: Sie ist mit 78% die häufigste Eileiterschwangerschaft. Eine Einnistung in der Ampulle kann eine Entzündung und eine Verstopfung des Eileiters verursachen.
  • Isthmische Eileiterschwangerschaft: Die Einnistung erfolgt im verengten Bereich des Uterustubus, der mit der oberen und seitlichen Wand der Gebärmutter verbunden ist. Diese Eileiterschwangerschaft/ ist weniger häufig (12%).
  • Infundibuläre Eileiterschwangerschaft: In 5 % der Fälle nistet sich die Eizelle im Infundibulum ein. Dieser Bereich befindet sich am Ende der Röhre, die den Eierstock umgibt, und hat die Form einer offenen Hand, die Fimbria genannt wird.
  • Intramurale oder interstitielle Eileiterschwangerschaft: Dieser Typ ist sehr selten (2 %); die Einnistung kann im Myometrium, der Muskelschicht der Gebärmutter, erfolgen, von wo aus keine Verbindung zu den Eileitern oder der Gebärmutterhöhle besteht.

Nicht-tubale Formen

  • Zervikale ektopische Schwangerschaft: Die Einnistung findet im Gebärmutterhals statt, sie ist allerdings sehr selten (0,1%).
  • Ovarielle ektopische Schwangerschaft: In 0,5% der Fälle nistet sich der Embryo in den Eierstöcken ein und wird oft mit einer Zyste verwechselt.
  • Abdominale ektopische Schwangerschaft: Der Embryo nistet sich in der Bauchhöhle (Peritonealhöhle) ein. Auch dieser Typ ist sehr selten (1,3%).
  • Cornuale ektopische Schwangerschaft: In diesem Fall erfolgt die Einnistung in der Fruchtblase im Horn der Gebärmutter im interstitiellen Teil des Eileiters. Sie tritt in 3 % der Fälle auf.
  • Intraligamentäre ektopische Schwangerschaft: Eine Form der abdominalen ektopischen Schwangerschaft, bei der sich der Embryo im breiten Ligamentum einnistet, einer Gewebeschicht, die die Seiten der Gebärmutter mit den Wänden und dem Boden des Beckens verbindet. Das Ligamentum broadum umschließt die Gebärmutter, die Eierstöcke und die Eileiter. Mit 0,1% der Fälle ist diese ektopische Schwangerschaft extrem selten.

Heterotope Schwangerschaft

Bei Frauen, die durch eine In-vitro-Fertilisation schwanger geworden sind, besteht eine Wahrscheinlichkeit von 1%, dass eine heterotope Schwangerschaft auftritt. Unter diesem Begriff versteht man das gleichzeitige Auftreten einer eine intrauterinen und einer ektopischen Schwangerschaft.

In diesen seltenen Fällen erfolgt die Behandlung praktisch sofort nach der Diagnose, da das Ärzteteam die Patientin vom ersten bis zum letzten Tag überwacht, um das Wohlergehen der zukünftigen Mutter sicherzustellen.

Lässt sich eine ektopische Schwangerschaft austragen?

Da das Gewebe außerhalb der Gebärmutter nicht in der Lage ist, die notwendige Blutversorgung und Unterstützung zu gewährleisten, kann der Fötus nicht überleben.

Die Struktur, in der sich der Fötus befindet, reißt in der Regel nach etwa 6 bis 16 Wochen, lange bevor der Fötus überlebensfähig wäre. Wenn diese Struktur reißt, können starke und sogar lebensbedrohliche Blutungen auftreten. Hier besteht ein medizinischer Notfall.

Häufige Symptome einer ektopischen Schwangerschaft

Die Symptome einer ektopischen Schwangerschaft sind unterschiedlich. Der Zeitpunkt des Auftretens der Symptome einer ektopischen Schwangerschaft ist von Frau zu Frau verschieden. Eine Frau kann vollkommen symptomfrei sei, bis die Struktur, in der sich der Embryo eingenistet hat, reißt. Allerdings haben die meisten Frauen vaginale Blutungen oder Schmierblutungen oder sie verspüren dumpfe, heftige oder krampfartige Unterleibsschmerzen.

Die Menstruation kann verspätet einsetzen oder ganz ausbleiben. Manche Frauen vermuten nicht einmal, dass sie schwanger sind. Wenn das Gebilde reißt, verspürt die Frau oft einen plötzlichen, intensiven und anhaltenden Schmerz im Unterleib.

Wenn sie viel Blut verliert, kann sie ohnmächtig werden, stark schwitzen oder Schwindelanfälle bekommen. Diese Symptome können darauf hinweisen, dass sie so viel Blut verloren hat, dass ihr Blutdruck gefährlich niedrig ist. Wenn sie nicht unverzüglich behandelt wird, kann es zu einem lebensbedrohlichen Notfall kommen.

Woher weiß ich, dass ich eine ektopische Schwangerschaft habe?

Ein Arzt vermutet eine Eileiterschwangerschaft, wenn eine Frau im gebärfähigen Alter Unterleibsschmerzen verspürt, vaginale Blutungen hat, ohnmächtig wird oder einen Schock erleidet. In diesem Fall wird zunächst ein Schwangerschaftstest durchgeführt, um den Spiegel des Hormons hCG (humanes Choriongonadotropin) zu messen. Dieses Schwangerschaftshormon ist für die beiden Linien eines positiven Schwangerschaftstests verantwortlich und kann im Urin und im Blut einer schwangeren Mutter nachgewiesen werden.

Ist der Schwangerschaftstest positiv, wird eine transvaginale Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um festzustellen, ob sich der Fötus an einer ungewöhnlichen Stelle in der Gebärmutter befindet. Wenn bei der Ultraschalluntersuchung nirgendwo ein Fötus entdeckt wird, kann es sich entweder um eine Eileiterschwangerschaft handeln, oder die Schwangerschaft befindet sich bereits in der Gebärmutter, ist aber in einem so frühen Stadium, dass sie noch nicht sichtbar ist.

Die gängigsten Behandlungen einer ektopischen Schwangerschaft

Eine ektopische Schwangerschaft muss so schnell wie möglich beendet werden. Hierfür gibt es zwei Behandlungsoptionen.

Medikamentöse Behandlung einer ektopischen Schwangerschaft

Wenn eine ektopische Schwangerschaft früh erkannt wird und das Gebilde, in dem sich der Embryo eingenistet hat, noch nicht gerissen ist, kann eine Dosis Methotrexat intramuskulär verabreicht werden. Dieses Medikament lässt die ektopische Schwangerschaft schrumpfen und verschwinden.

Um festzustellen, ob diese Behandlung erfolgreich war, wird beobachtet, ob der Spiegel des hCG-Hormons abnimmt. Wenn der erste Versuch nicht erfolgreich war, wird entweder eine zweite Dosis Methotrexat verabreicht, oder es wird ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen.

Chirurgische Behandlung einer ektopischen Schwangerschaft

Wenn die Frau die Kriterien für eine medikamentöse Behandlung der ektopischen Schwangerschaft nicht erfüllt, kann der betroffene Eileiter durch eine Laparoskopie entfernt werden.

Kann ich nach einer Eileiterschwangerschaft noch schwanger werden?

Die Antwort hängt vom Ausmaß des Eingriffs ab, der bei der Entdeckung der Eileiterschwangerschaft durchgeführt werden musste. Wenn der betroffene Eileiter noch intakt ist, haben Sie gute Aussichten auf eine gesunde Schwangerschaft.

Auch wenn Sie einen Ihrer Eileiter verloren haben, besteht immer noch die Möglichkeit, dass ein Spermium eine Eizelle im anderen Eileiter befruchtet und die befruchtete Eizelle die Gebärmutter erreicht. Wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt, der Sie auf der Grundlage Ihrer Krankengeschichte über die beste Option beraten kann.

Sie müssen allerdings bedenken, dass nach einer Eileiterschwangerschaft eine höhere Wahrscheinlichkeit einer weiteren ektopischen Schwangerschaft besteht. Wenn Sie erneut schwanger werden, sollten Sie daher unbedingt einen Termin bei Ihrem Arzt vereinbaren, um sicherzustellen, dass sich die befruchtete Eizelle am richtigen Ort eingenistet hat.

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