IVF mit Spendereizelle und Spendersamen

IVF mit Spendereizelle und Spendersamen

Die In-vitro-Fertilisation mit Eizellen und Samen von Spendern ist eine Labormethode, bei der die Eizellen einer Spenderin mit den Spermien eines Spenders, beide anonym, befruchtet werden.

IVF mit Spendereizelle und Spendersamen
IVF mit Spendereizelle und Spendersamen

Wann wird es empfohlen?

Die In-vitro-Fertilisation mit Eizellen und Samen von Spendern ist eine Labormethode, bei der die Eizellen einer Spenderin mit den Spermien eines Spenders, beide anonym, befruchtet werden. Die befruchtete Eizelle entwickelt sich zum Präembryon weiter und wirt in die Gebärmutter eingeführt, die bereits vorher auf den Transfer vorbereitet worden ist. Dort soll der Präembryon dann seine Entwicklung fortsetzen.

Diese Methode findet dort Anwendung, wo Eierstockprobleme entweder altersbedingt oder unbekannter Ursache vorliegen, oder es wird Spendersamen benutzt, weil Sie alleinerziehende Mutter sein möchten, Ihr Lebenspartner eine Partnerin ist oder weil Ihr Partner Probleme der Azoospermie (Fehlen von Spermien) oder andere Anomalien im Sperma aufweist.

Phasen

Auswahl der Spenderin

1. Auswahl der Spenderin

Die Auswahl der Spenderin erfolgt unter sehr strikten medizinischen Richtlinien und es werden eine Reihe umfangreicher und ergänzender Untersuchungen durchgeführt, um wichtige Pathologien auszuschließen, die die Gesundheit des Neugeborenen beeinträchtigen könnten.

Einer der Differenzialfaktoren unseres Spenderprogramms ist das “Phänotyp-matching”, die größtmögliche Ähnlichkeit zwischen den physischen Charakteristika (Phänotypen) der Spenderin und Empfängerin herzustellen. Diese Ergebnisse werden von einem Arzt überprüft, der auch bislang bekannte genetische Krankheiten in der persönlichen und familiären Vorgeschichte der Spenderin ausschließt. Ein Psychologe begutachtet die psychische Gesundheit der Spenderin.

Abschließend unterzeichnet die Spenderin eine Einwilligungserklärung gemäß dem spanischen Gesetz, wo sie der Spende ihrer Eizellen an ein Paar mit Kinderwunsch zustimmt und zusichert, deren Identität niemals in Erfahrung zu bringen.

Behandlung der Spenderin

2. Behandlung der Spenderin

Die Spenderinnen müssen sich einer zweiwöchigen Hormonbehandlung mit subkutanen Hormonspritzen zur Stimulation der Eierstöcke unterziehen, falls notwendig begleiten Ultraschall und Blutanalysen die Behandlung. Die Eizellen werden per Punktion unter Anästhesie entnommen.

Gewinnung der Samenprobe

3. Gewinnung der Samenprobe

Die Samenprobe stammt von einem Spender, der einer kompletten medizinischen Untersuchung (Samenanalyse, Blut- und Urinprobe, Gesamtuntersuchung, Tests auf Geschlechtskrankheiten und psychische Tests) unterzogen wurde, um die Qualität seines Samens zu garantieren und jedwede Krankheit auszuschließen. Alle Spender sind volljährig und unterzeichnen eine Einwilligungserklärung und Zusicherung der Anonymität ihrer Spende. Der Samen wird vor seiner Anwendung eingefroren und mindestens 6 Monate lang nicht eingesetzt, um die Inkubationszeit bestimmter sexuell übertragbarer Krankheiten abzudecken.

Entnahme von Eizellen und In-vitro-Fertilisation

4. Entnahme von Eizellen und In-vitro-Fertilisation

Die Entnahme der Eizellen erfolgt durch Punktion und Absaugung der Follikel. Für dieses Verfahren ist eine Anästhesie erforderlich. Nach der Entnahme verbleiben die Eizellen einige Stunden in einer Nährlösung, während der Samen aufbereitet und die beweglichen Spermien isoliert werden.

Findet die ICSI-Methode Anwendung (Mikroinjektion eines Spermiums in jede reife Eizelle), werden die Eizellen von ihrer Umhüllung, das heißt den sie umgebenen Zellen befreit und in jede Eizelle wird ein Spermium injiziert. In unserem Zentrum wenden wir in 99% der Fälle ICSI an, wenn es nicht anders angezeigt ist.

Ansonsten werden Spermien (zwischen 50.000 und 100.000) in die Nährlösung zu den Eizellen gegeben und am nächsten Tag wird überprüft, wie viele Eizellen befruchtet wurden.

Je größer die Anzahl der Eizellen und je besser die Samenqualität desto höher ist natürlich die Wahrscheinlichkeit Embryonen zu erhalten.

Transfer

5. Transfer

Am Tag nach der Entnahme und der ICSI oder Spermieninjektion in die Eizellen wissen wir, wie viele von ihnen befruchtet sind. In den folgenden 2 oder 3 Tagen entwickeln sich diese Eizellen in Präembryos, die für den Transfer in die Gebärmutter bereit sind.

Am Tag des Transfers, je nach Situation zwischen den Tagen 2 und 5 nach der Befruchtung, werden die Präembryonen ausgewählt, die die besten Entwicklungseigenschaften aufweisen. Die gesetzlichen Vorschriften ermöglichen einen Transfer von bis zu 3 Präembryonen, jedoch erfolgt der Transfer normalerweise mit 1 oder 2, je nach dem Tag des Transfers und den medizinischen und persönlichen Umständen der Patientin.

Die Präembryonen werden in einen feinen Katheter aufgezogen und vom Gynäkologen in die Gebärmutter, konkret in die Gebärmutterschleimhaut eingesetzt. Eine Narkose ist hierzu nicht erforderlich. Gewöhnlich nistet sich nur einer der eingesetzten Präembryonen ein, es besteht jedoch die Möglichkeit der Einnistung mehrerer Präembryonen, wodurch es zu einer Mehrfachschwangerschaft kommt. Die Anzahl Embryonen des Transfers ist daher individuell auf den Fall jeder Patientin abzustimmen.

Kryokonservation

6. Kryokonservation

Die Kryokonservation ist auch als Vitrifikation bekannt. Die nicht transferierten Präembryonen werden in flüssigem Nitrogen eingefroren und in der Embryonenbank entsprechend gekennzeichnet aufbewahrt. Diese Präembryonen können in späteren Zyklen eingesetzt werden, wenn die Schwangerschaft nicht beim ersten Mal glückt. Natürlich ist es viel einfacher, die Gebärmutter nur für den Transfer eingefrorener Präembryonen vorzubereiten, da eine Stimulation und eine Eizellenentnahme nicht mehr notwendig sind.

Erfolgsrate

Behandlungskosten

Dank unserer 15-jährigen Erfahrung mit Patientinnen aus der ganzen Welt, sind wir bei EUGIN in der Lage, Ihnen die besten Garantien zu bieten.

Die Gesamtkosten Ihrer Behandlung betragen 6.370 EUR * – ohne weitere überraschende Zusatzkosten
In Spanien sind die medizinischen Behandlungen frei von MwSt. (IVA)

Dieser Betrag beinhaltet alle erforderlichen medizinischen Handlungen für ihre Durchführung, von Ihrem ersten Besuch bis zum Transfer.

Dieser Betrag umfasst KEINE:

  • Die erforderlichen medizinischen Voruntersuchungen, da diese je nach Vorgeschichte individuell auf jede Person abgestimmt werden müssen.
  • Die Medikamente, da der Arzt Ihnen die benötigte Dosis individuell bei der ersten Visite verschreibt.
  • Die Kosten der Medikamente für die Spenderin werden 1.500,- € betragen (im Falle, dass Sie uns diese noch nicht vorher erbracht haben sollten).
  • Die Blastozystenkultur, da wir bis zu einigen Stunden nach der Befruchtung nicht wissen können, ob die Embryonen sich bis in dieses Stadium weiterentwickeln.

Reisen und Aufenthalt: bei EUGIN werden alle Behandlungen in Barcelona durchgeführt. Sie können unverzüglich beginnen, und ab dem Zeitpunkt, an dem Sie die Behandlung anfangen bis zu jenem Zeitpunkt, an dem Sie diese abschließen, vergeht üblicherweise bis zu einem Monat.

Bei EUGIN sind wir uns bewusst, dass die Reisekosten einen entscheidenden Teil der Gesamtkosten ausmachen können. Aus diesem Grunde versuchen wir, die mit der An- und Abreise verbundenen Kosten so gering wie möglich zu halten.

Sie haben zwei Möglichkeiten:

  1. Zwei kurze Reisen/Aufenthalte in Barcelona
    Ihre Besuche in der Klinik können an allen Wochentagen (auch am Wochenende) angesetzt werden, um Ihrem Zeitplan soweit wie möglich entgegen zu kommen.
  2. Eine einzige Reise nach Barcelona, unterschiedlicher Länge
    Es besteht die Möglichkeit, nur einmal nach Barcelona zu reisen, um die Behandlung bei einem Besuch durchzuführen und abzuschließen. Wenn Sie diese Option vorziehen, setzen Sie sich bitte mit unserem Patientenbetreuungsteam in Verbindung, welches Ihnen gerne dabei hilft, Ihre Reise bzw. Ihren Aufenthalt zu planen. Ja nach Fall und der Behandlung, für die Sie sich entschieden haben, kann die Dauer für Ihren Aufenthalt zwischen 15 Tagen und einem Monat liegen.

    *Falls Sie für die Einreise nach Spanien ein Visum beantragen müssen, beachten Sie bitte unbedingt, dass sich Ihr Aufenthalt in Barcelona je nach Behandlung verlängern kann. Unser Patientenbetreuungsteam wird Sie dabei unterstützen, Ihre Reise nach Barcelona und den Aufenthalt in der Stadt für Sie zu organisieren.

Die gesamte Betreuung läuft bequem, sicher und absolut anonym in Ihrem Privatbereich, den wir extra dafür auf unserer Webseite eingerichtet haben, ab.

Letzte Aktualisierung: Juli, 2017
Unverbindlicher erster Termin