Das Matching

(oder Spenderin Zuweisung)

Eizellspenden sind zwar nicht das Gleiche wie Organspenden, unterliegen aber den gleichen Gesetzen. In dieser Hinsicht steht Spanien bereits seit mehr als 25 Jahren europaweit an der Spitze.

Barcelona und Madrid sind zudem sehr kosmopolitische Städte, in denen Menschen aus aller Welt leben. Dies macht es uns einfacher, für jede Patientin die optimale Spenderin zu finden.

Wir achten besonders auf eine hohe äuβere Ähnlichkeit zwischen der Spenderin und der Empfängerin und/oder ggf. des Partners/der Partnerin. Sofern möglich, sorgen wir im Rahmen der Zuweisung auch ohne zwingende medizinische Notwendigkeit dafür, dass Spenderin und Empfängerin konkordante Blutgruppen haben. „Konkordante Blutgruppe“ bedeutet nicht, dass die Blutgruppe unbedingt die gleiche sein muss. Als konkordant gelten alle Blutgruppen, die aus der Kombination zweier bestimmter Blutgruppen entstehen können.

Weder die Spenderin noch die Empfängerin wird von deren Identität erfahren. In Spanien ist die Spende laut Gesetz anonym.

Das Gesetz

Eizellspenden sind im Gesetz 14/2006 vom 26. Mai über Verfahren der assistierten Reproduktion beim Menschen, im Königlichen Dekret (Real Decreto) 412/1996 vom 1. März und im Königlichen Gesetzesdekret (Real Decreto Ley) 9/2014 vom 4. Juli  geregelt. Hierin wird festgelegt, dass Gametenspenden in Spanien freiwillig, anonym und altruistisch erfolgen müssen. Im Gesetzestext ist zudem eine Entschädigung für in diesem Zusammenhang entstandene Unkosten und Unannehmlichkeiten vorgesehen.

Merkmale

Frauen zwischen 18 und 34 Jahren, gute psychophysische Gesundheit, uneingeschränkt handlungsfähig. 70% der Spenderinnen von Eugin sind ledig und 52% besitzen einen Hochschulabschluss.

1. Erstes Vorgespräch

Beim Vorgespräch überprüfen wir die ärztliche, familiäre und persönliche Vorgeschichte der Spenderin und stellen sicher, dass ihr Gewicht, ihre Körpergröβe und ihr Blutdruck normal sind..

2. Ärztliche Voruntersuchungen

Nach dem Vorgespräch untersucht der Arzt oder die Ärztin die Spenderin gründlich, um sich zu vergewissern, dass sie sich bei guter Gesundheit befindet. Hierzu gehört auch eine umfassende gynäkologische Untersuchung, um das Vorhandensein sexuell übertragbarer Krankheiten auszuschlieβen. Es werden folgende ärztliche Untersuchungen durchgeführt:

  • Allgemeine Blutuntersuchung; -Leber- und, Nierenfunktion; Blutgerinnung.
  • Die serologischen Analysen passen sich den Charakteristiken der jeweiligen Spenderin an.
  • Pap-Test, urogenitale Untersuchungen.
  • Ultraschall- und Brustuntersuchung.
  • Hämoglobinanalyse, um eventuelle erbliche Anämien auszuschlieβen.

3. Gechromosomenanalyse

Wir führen ein Karyotyp und eine molekuläre Untersuchung durch um Mutationen auszuschliessen, die mit zystische Fibrose verbunden sind.

4. Psychologische Untersuchung

Persönliches Gespräch mit einem/r unserer Spezialisten, um das Vorhandensein psychiatrischer-und psychologischer Störungen oder schädlicher Gewohnheiten auszuschlieβen.

5. Behandlung

Von allen Frauen, die Spenderinnen werden möchten, erfüllen nur 34 % die nötigen Anforderungen für die Durchführung der Behandlung.

Die Spenderinnen werden jederzeit überwacht und individuell betreut, da Wohlergehen für uns an erster Stelle steht. So können sie ganz normal weiterleben.

6. Spende

Die Spende wird in der Klinik durchgeführt; hierbei stehen die Sicherheit und das Wohlergehen der Spenderin jederzeit im Vordergrund. Nach der Follikelpunktion werden die Eizellen im Labor aufbewahrt.

Letzte Aktualisierung: Juni 2018