Eine Eizellspende gehört zu den Verfahren der assistierten Reproduktion mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit. Im Laufe der Zeit verlieren die Eizellen einer Frau auf natürliche Art und Weise ihre Fähigkeit, befruchtet zu werden. Ab einem bestimmten Punkt muss auf die Eizellen einer anderen Frau zurückgegriffen werden, damit sich eine Schwangerschaft einstellen kann.


Eizellspende und Sperma des Partners

 

Die Grenzen der Ovarreserve

Ab der Pubertät produzieren Frauen etwa alle 28 Tage eine reife Eizelle. Wenn diese von einem Spermium befruchtet wird, entwickelt sich daraus ein Präembryo. Wird die Eizelle nicht befruchtet, wird sie mit der Menstruationsblutung ausgeschieden.

Eizellen sind die weiblichen Geschlechtszellen und Träger der genetischen Information der Frau. Eine gesunde Frau hat von Geburt an etwa 400.000 Oozyten in ihren Eierstöcken; diese werden Ovarreserve genannt. Oozyten sind Eizellen, die noch nicht herangereift sind. Ihre Anzahl und Qualität sinkt im Laufe der Zeit, insbesondere ab einem Alter von 35 Jahren. Während der fruchtbaren Jahre einer Frau reift insgesamt nur jede tausendste Oozyte (d.h. insgesamt nicht mehr als 400) heran und kann befruchtet werden.

Die Eizellen von Spenderinnen stammen aus dieser natürlichen, in den Eierstöcken gelagerten Reserve. Für die Spenderin entsteht kein Verlust, da für eine Eizellspende Eizellen genutzt werden, die sie niemals verwendet hätte.

Wer benötigt eine Eizellspende?

Frauen, die eine Eizellspende in Anspruch nehmen, können mit ihrem eigenen genetischen Material keine Kinder bekommen. In Fällen, die sich nicht durch eine ärztliche  Behandlung oder einen chirurgischen Eingriff lösen lassen, liegt in der Regel eine der folgenden drei Situationen vor:

  • Die Menopause der Frau ist frühzeitig eingetreten, d.h. ihre Ovarreserve hat sich mehrere Jahre früher erschöpft, als dies üblicherweise der Fall ist.
  • Die Eierstöcke der Frau mussten aufgrund eines Tumors entfernt werden oder die Eizellen der Frau sind nicht befruchtungsfähig.
  • Die eigenen Eizellen der Frau haben im Laufe der Zeit zu viel an Qualität eingebüßt. Dieser Vorgang setzt im Alter von 35 Jahren ein; jeder Fall muss hier individuell vom Arzt eingeschätzt werden.

Wie läuft der Vorgang ab?

Jede gesunde Frau, die die gesetzlich festgelegten Anforderungen erfüllt, kann Eizellen spenden. Bei den Spenderinnen handelt es sich durchwegs um gesunde Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die sich einer Reihe psychologischer, ärztlicher und genetischer Untersuchungen unterziehen müssen. Nur 47 % aller Frauen, die in der Klinik Eugin Eizellen spenden möchten, erfüllen die nötigen Anforderungen zur Durchführung der Behandlung.

Laut dem spanischen Gesetz 14/2006 über Verfahren der assistierten Reproduktion muss das Ärzteteam dafür sorgen, dass zwischen der Spenderin und der Empfängerin und/oder ihrem Partner eine höchstmögliche äußerliche und immunbezogene Ähnlichkeit besteht. Diese Zuordnung von Spenderin und Empfängerin, auch „Matching“ genannt, ermöglicht es, eine möglichst hohe Ähnlichkeit in Bezug auf äußere Merkmale wie Hautton, Körpergröße oder Haarfarbe zu erreichen. Dies erleichtert die Eingliederung des Babys in die Familie.

Nur große Einrichtungen wie EUGIN sind in der Lage, ein präzises Matching durchzuführen, bei dem sowohl äußere Merkmale sowie die Blutgruppe berücksichtigt werden. Wenn Sie möchten, können Sie bei EUGIN auch eine Analyse auf genetische Kompatibilität mit Ihrem Partner durchführen lassen.

Die Behandlung mit Eizellspende

Bei einer Eizellspende kommt in der Regel eine In-vitro-Fertilisation (IVF) als Verfahren der assistierten Reproduktion zum Einsatz. Hierbei wird eine Eizelle außerhalb der Gebärmutter mit einem Spermium befruchtet; die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit liegt hier erwiesenermaßen bei bis zu 94 %.

Nach dem ersten Arzttermin erfolgt der zweite Klinikbesuch zwischen zwei Wochen und 45 Tagen nach Behandlungsbeginn. Dann wird bzw. werden der/die bei der IVF erhaltene/n Embryo/nen in die Gebärmutter der Frau übertragen. Wenn sich der Embryo ordnungsgemäß eingenistet hat, nimmt die Schwangerschaft ihren ganz natürlichen Lauf.

Letzte Aktualisierung: Februar 2018