Der Mensch ist das glückliche Ergebnis des Zusammentreffens eines Spermiums mit einer Eizelle. Bei der natürlichen Fortpflanzung gelangen nach der Ejakulation Millionen von Spermien in die Vagina und machen einen wahren -Hindernislauf, um zur Eizelle zu gelangen. Die Spermien wandern von der Vagina bis zu den Eierleitern, wo sie auf die Eizelle treffen. Nur eines der Millionen von Spermien kann die Membran der -Eizelle beim durchbrechen und sie befruchten. Ist dies geschafft, verliert das Spermium seine Geißel und verschmilzt mit dem Kern der Eizelle. In diesem Moment verhärtet sich die Membran der Eizelle, so dass kein weiteres Spermium eindringen kann. Dieses Aufeinandertreffen ist manchmal mit Schwierigkeiten verbunden, die heute durch das höhere Alter vieler Frauen mit Kinderwunsch immer häufiger auftreten.

Die künstliche Befruchtung hilft der Natur auf die Sprünge, wenn diese es alleine nicht schafft. Handelt es sich dabei um ein Wunder? Nein, lediglich um eine Reihe von Verfahren, die in vielen Fällen das scheinbar Unmögliche möglich machen: eine Schwangerschaft.

Methoden der assistierten Reproduktion

Künstliche Befruchtung

Die künstliche Befruchtung ahmt die natürliche Fortpflanzung in der Gebärmutter nach und vereinfacht die Ankunft der Spermien am richtigen Ort zum Zeitpunkt des Eisprungs. Auf die künstliche Befruchtung wird dann zurückgegriffen, wenn die Spermien Schwierigkeiten haben, bis zur Gebärmutter zu gelangen sei es aufgrund eines Hindernisses, einer geringen Anzahl an Spermazellen oder mangelnder Qualität des Spermas. Wird die künstliche Befruchtung mit dem Samen des Partners durchgeführt, heißt sie künstliche Befruchtung mit Samen des Partners oder auch IAC. Stehen keine Spermien des Partners zur Verfügung oder ist kein männlicher Partner vorhanden, suchen wir einen anonymen Spender für eine künstliche Befruchtung mit Spendersamen, auch IAD genannt. Dieses Verfahren ist relativ einfach und erzielt sehr gute Resultate. Manchmal ist die Sachlage jedoch etwas komplizierter und es muss eine In-vitro-Fertilisation durchgeführt werden.

Künstliche Befruchtung (KBP)

Sperma des Partners

Künstliche Befruchtung mit Samen des Partners ist die Einbringung zuvor ausgewählter Spermien des Partners in die Gebärmutter.

 

Künstliche Befruchtung (KBS)

Spermaspende

Bei der künstlichen Befruchtung mit Spendersamen werden Spermien einer Samenbank in die Gebärmutter eingebracht.

 

 

In-vitro-Fertilisation

Die In-vitro-Fertilisation macht die Befruchtung einer Eizelle mit einem Spermium im Labor außerhalb der Gebärmutter möglich. Sind die Eizellen der Frau in einem guten Zustand, werden sie entnommen und ein Spermium wird mit einer ganz feinen Nadel zur Befruchtung in eine Eizelle eingebracht. Diese Methode ist allgemein als ICSI, bekannt-nach den Anfangsbuchstaben des englischen Fachbegriffs (Intra Cytoplasmic Sperm Injection). Die befruchtete Eizelle wird nun zu einem Präembryo und dieser wiederum in die Gebärmutter eingesetzt, damit ersich weiterentwickeln kann. Besteht der Verdacht, dass es bei den Spermien zu Veränderungen gekommen ist, müssen sie genauer untersucht und nur die morphologisch gesunden Spermien ausgewählt werden. Diese Methode nennt sich nach dem englischen Fachbegriff IMSI (Intrazytoplasmische morphologisch selektierte Spermieninjektion). Wie bei der künstlichen Befruchtung kann auch bei der In-vitro-Fertilisation der Samen des Lebensgefährten oder der eines anonymen Spenders verwendet werden. Produziert eine Frau keine Eizellen oder sind diese untauglich, werden Eizellen einer anonymen Spenderin verwendet. Wie im vorherigen Fall wird die Eizelle mit einem Spermium des Partners oder eines Spenders befruchtet und in die Gebärmutter eingesetzt, wo der Präembryo seine Entwicklung fortsetzen soll. Mit dieser Methode erfüllen sich 6 von 10 Frauen den Traum, Mutter zu werden..

In-vitro-Fertilisation

Eigene Eizellen und Sperma des Partners

Die In-vitro-Fertilisation mit eigenen Eizellen und Samen des Partners ist eine Labormethode bei der die zuvor entnommenen Eizellen mit den Spermien Ihres Partners befruchtet werden.

 

In-vitro-Fertilisation

Eizellspende und Sperma des Partners

Die In-vitro-Fertilisation mit Spendereizelle und Samen des Partners ist eine Labormethode, bei der Eizellen einer Spenderin mit den Spermien des Samens Ihres Partners befruchtet werden.

 

In-vitro-Fertilisation

Eigene Eizellen und Spermaspende

Die In-vitro-Fertilisation mit eigenen Eizellen und Spendersamen ist eine Labormethode, bei der die zuvor entnommenen Eizellen mit den Spermien eines anonymen Spenders befruchtet werden.

 

In-vitro-Fertilisation

Eizell- und Spermaspende

Die In-vitro-Fertilisation mit Eizellen und Samen von Spendern ist eine Labormethode, bei der die Eizellen einer Spenderin mit den Spermien eines Spenders, beide anonym, befruchtet werden.

 

Letzte Aktualisierung: Oktober 2017